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Sonntag, 1. November 2015, 11:03

Muss in eine Klinik! Horror-Vorstellung

Bin schon seit sechs Monaten dienstûnfähig und soll auf Anraten meines Psychiaters in eine Akut-Klinik!
Da ich unter einer sehr ausgeprägten, starken Misophonie leide (verlasse kaum noch das Haus, vermeide fast alle sozialen Kontakte) ist es
für mich der pure Horror!
War erst einmal im Krankenhaus, vor fünf Jahren, wegen eines Bandscheibenvorfalles mit extremen Schmerzen! Trotz der weiterhin starken Schmerzen hatte ich das Krankenhaus, nach drei Tagen freiwillig verlassen , weil mir Geräusche (besonders die Belüftungsanlage am Krankenhausgebäude) noch mehr belastete!
Und jetzt stehen mir womöglich sechs Wochen bevor!?
Kann schon einige Zeit kaum schlafen, mache mich total fertig, weil sich viele Fragen aufdrängen:
Was ist wenn die Heizung Geräusche von sich gibt (Rauschen, Klopfen)? Im Dienst habe ich sogar immer im kalten gesessen bzw. mit Radiator!
Aber was ist, wenn die Heizung auch rauscht, wenn sie aus ist? Was ist , wenn man die Belüftigungsanlage hört oder sonst irgendwelche Geräusche mich in den Wahnsinn treiben? Klar, es gibt Ohropax usw., aber die "vermindern" Geräusche nur begrenzt!
Und dann kommt noch hinzu, dass ich dringend ein Einzelzimmer benötige, weil ich es , aber auch andere, nur bedingt mit mir, in einem Zimmer aushält! Bin privat versichert (aber nur Zweibett-), ein Einzelzimmerzuschlag kostet pro Tag 50-60 Euro , bei sechs Wochen in einer Klinik bedeutet das weit über 2000 Euro, hinzu nochmal 10 Euro pro Tag, sechs Wochen würden mich also 2500-3000 Euro kosten !
Und die Erfolgsaussichten bei Misophonie, gerade wenn man wie ich, schon seit ca. 30 Jahren dran leidet, eh sehr schlecht sind!
Aber da sind wir ja mein nächsten Punkt! Wegen Misophonie wird man ja gar nicht behandelt! Bei mir wurde ja eine mittelschwere Depression diagnostiziert und da zielt die Behandlung ab! Klar bin ich auch depressiv, wenn man aufgrund der Geräuschintoleranz fast alle soziale Kontakte abbricht (Beziehung beendet usw.), rutscht man darein! Aber ich bin mir sicher, meine Misophonie ist für meine Depression verantwortlich und nicht wie es Ärzte und Therapeuten sehen, dass die Geräuschintoleranz ein Symptom der Depression ist!
Es fehlt einfach dem Fachpersonal an Kenntnissen der Misophonie und eine Folge ist die fehlende Akzeptanz, auch des Umfeldes..........
Sprüche, wie ..........stellen, sie sich nicht an, können andere doch auch aushalten........musste ich mir schon oft anhören........
egal ob von Verwandten, Freunde (habe eh kaum noch welche), Ärzte, Therapeuten, usw.
Warum will ich mir dann, überhaupt die Klinik antun?
Nun zum einen, auf die 1% Hoffnung, dass es doch helfen könnte , zum anderen , weil ich frühpensioniert werden möchte!
Nicht , weil es so toll ist oder weil ich wie viele andere , keine Lust mehr habe arbeiten zu gehen!
Nein, weil ich nicht mehr kann......Jeder Tag im Dienst war eine Qual , suizidale Gedanken waren an der Tagesordnung!
Und weniger als 50% seines Nettogehaltes später zu erhalten , ist für mich auch nichts strebenwertes!
Aber was soll ich machen, der Tod ist doch ein noch schlechterer Weg!
Was mich auch im besonderen trifft, ist der Fakt, dass man mit anderen in einem Topf gesteckt wird, nämlich die, die keinen Bock mehr auf Arbeit haben und sich im Deckmantel von Depression "verpissen" wollen!
Und zu unterscheiden, zwischen echten Kranken und guten Simulanten ist gar nicht so einfach und auch da, wird man schnell abgestempelt!




Sorry, falscher Thread! Hatte nur die Überschrift "Überlastung" gelesen, nicht das es unter "Freundeskreis" gelistet ist............naja.......

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »berndhase« (1. November 2015, 11:17)


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