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Wednesday, December 7th 2016, 9:05pm

Feedback der Mutter eines Ex-Misophonikers

"Geräusche sind kein Thema mehr"
Unten stehend findet Ihr das Feedback der Mutter eines jugendlichen ehemaligen Misophonikers - ich hoffe, dass es Mut macht! Wir brauchten 2 Sitzungen, wobei die 1. Sitzung den Haupterfolg brachte, die 2. noch dazu diente, einzelne verbleibende Problemsituationen auszuschalten und allgemein die neuen Erkenntnisse zu festigen. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Misophonie rate ich dringend, das Thema baldmöglichst anzugehen. Natürlich nur, wenn die Betroffenen selbst diesen Wunsch haben - das ist wichtige Ausgangslage für den Heilungserfolg. Nun aber der Reihe nach:...das Feedback findet Ihr dann ganz zuunterst.
Ich habe bereits mehrere Posts gemacht in diesem Forum. Seither ist einige Zeit vergangen - ich durfte in der Zwischenzeit mit weiteren Misophonikern arbeiten. Nicht alle Therapiesitzungen wurden von Erfolg gekrönt. Der Post soll aufzeigen, dass es Wege gibt, die funktionieren. Ich hab nun einige Sitzungen gebraucht, um zu verstehen, was funktioniert, und was nicht. Und ich bin überglücklich, dass der nun eingeschlagenen Weg in 2 Sitzungen so toll funktioniert hat (siehe unten). Das Wichtigste: Ich rate euch dringend, einen Therapeuten zu suchen, der bereits erfolgreich mit Miso gearbeitet hat. Hypnosetherapie ist ein unendlich dehnbarer Begriff. Der Fact, dass man die Therapie in erster Linie im hypnotischen Zustand angeht, besagt noch rein gar nichts...Es gibt dann zig erdenkliche Vorgehensweisen, wie im hypnotischen Zustand mit den Menschen gearbeitet wird. Nicht alle wirken wunschgemäss.

Der zweite wichtige Faktor ist eure eigene Ausgangslage. Das mag komisch klingen. Aber der Erfolg einer Hypnosetherapie hängt sehr stark auch von der Bereitschaft, vom Willen des Klienten ab, etwas verändern zu wollen. Also Thema "Leidensdruck". Warum? Wir Hypnosetherapeuten aktivieren in erster Linie die Selbstheilungskräfte der Klienten. Die Ausgangslage, die für die Heilung geschaffen wird, findet sich also auf rein mentaler Ebene. Mehr dazu erhält ihr im so wichtigen Vorgespräch.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Rapport Klient/Therapeut. Nehmt euch Zeit in der Wahl des "richtigen" und eben erfahrenen Therapeuten. Ihr solltet euch wohl fühlen, die Chemie, der Rapport muss stimmen, da ein uneingeschränktes Vertrauensverhältnis ebenfalls wichtige Voraussetzung für die Sitzung ist. Klingt vielleicht nach therapeutisch-theoretischem Blabla, das kann ich verstehen...ist aber das, was ich beobachte, wenn ich meine Sitzungen überarbeite.

Dann der Therapeut selbst....es gibt viiiiiele, viiiiele, viiiele Hypnosetherapeuten. Darunter viele Hervorragende, die alles mitbringen, um auf Menschen eingehen zu können. Aber eben auch viele, die sich schlicht nicht dazu eignen. Benützt euer Bauchgefühl, hört euch rum und dann werdet ihr eine gute Wahl treffen.

Die Mutter eines Jungen, den ich neulich behandelt habe, hat mir folgende Rückmeldung gegeben - ich hoffe, dass sie Mut macht.

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"Wenn der Familienalltag zum Horror wirdWir sind eine vierköpfige Familie mit zwei Jungs, einer 13 und der jüngere 10.
Der jüngere litt bis vor Kurzem unter Misophonie. Dies entwickelte sich schleichend, d.h. immer mehr Geräusche konnte er nicht mehr ertragen und drehte zuhause regelrecht durch und wurde gegenüber dem Bruder sogar handgreiflich. Jedes gemeinsame Essen endete mit Streit, obwohl wir die Musik immer lauter stellten um zu verhindern, dass irgendwelche Geräusche ihn stören könnten. Auch das singen oder pfeifen des älteren Bruders musste abgeklemmt werden weil es sonst ausartete.
Ein Apfel in seiner nähe zu essen war echt nicht empfehlenswert. Auch neben ihm Zähneputzen durfte man nicht. Die Misophonie wurde zur Plage für die ganze Familie man war stehts darauf bedacht, keine Geräusche zu machen um keinen Streit zu provozieren. Jedoch half nichts, denn irgendwas brachte ihn immer in Rage. Ich bemerkte jedoch, dass er selbst darunter leidet und es ihn die ganze Energie kostet. Trotz des "Terrors" verstand ich ihn und seine Ausraster und bemerkte, dass er das gar nicht möchte.Ich suchte Hilfe im Internet und suchte und suchte bis ich auf deiner Seite landete. Hypnose - naja man hält sich ja dann an jedem Strohhalm der man findet fest, denn man möchte dass es ändert. Jedoch habe ich dies mit meinem Sohn dann gemeinsam angeschaut und er willigte sofort ein dass er dies versuchen möchte. Gesagt, getan!Nach der ersten Hypnose Behandlung hatte sich die Lage schon unglaublich entspannt er reagierte immer weniger auf Geräusche und auf gewisse gar nicht mehr. Wir, die ganze Familie konnten dies kaum glauben. Auch er selbst war sehr erstaunt und erfreut.
Es kam ruhe in den Alltag und wir erfreuten uns Tag für Tag, dass es immer weniger wurde. Im Gespräch mit meinem Sohn kam heraus, dass er unbedingt noch einmal zur Hypnose möchte und dies noch verfestigen will. Also machten wir nach einem Monat einen zweiten Termin.
Nach dem zweiten Termin reagierte er auf gar nichts mehr. Er wirkte sehr entspannt konnte sich plötzlich beim Lernen besser konzentrieren, seine sportliche Leistung besser abrufen und schläft nun auch besser. Geräusche sind kein Thema mehr.
Danke Bettina.
Ich kann jedem, der das kennt und sich in dieser Situation befindet, nur empfehlen, diesen Schritt zur Hypnose zu wagen, es lohnt sich total!"
Liebe Grüsse,
Bettina vonwww.hyplounge.ch